Erste Gehversuche – Schneeschuhwandern auf der Rax

Ich bin begeistert – die Raxseilbahn hat auch im Winter geöffnet. Das wusste ich bisher noch nicht. Unsere kostenlose Fahrt über die NÖ-Card haben wir in dieser Saison noch nicht genutzt. Also ab in die winterlichen Berge.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass man die Tickets für die Berg- und Talfahrt auf jeden Fall im Vorfeld reservieren sollte. Auch Sondergepäck muss hier angegeben werden (z.B. Rodel, Ski).

Zusätzlich zu den Tickets buchen wir noch Schneeschuhe für unsere beiden Natuakinda (6 und 8 Jahre alt).

Für einen Samstag müssen ziemlich früh aus den Federn, da unsere Bergfahrt für 9 Uhr geplant ist. Nach 10 Minuten Fahrzeit bemerke ich, dass ich keine Jacke eingepackt habe. Also wieder zurück. Ich beginne zu schwitzen. Laut Navi kommen werden wir 10 Minuten vor 9 Uhr am Parkplatz ankommen. Die Kinder haben noch nicht einmal ihr Skigewand an. Ich versuche immer die Höchstgeschwindigkeit zu fahren, was aber bei einer äußerst kurvenreichen Strecke kaum möglich ist. Mein Mann am Beifahrersitz wird immer nervöser. Wir teilen uns die Ankunft auf. Er wird die Tickets holen, während ich alles zusammenpacke. Kurz vor der Kalten Kuchl muss sich mein Sohn übergeben. Gott sei Dank trifft er in den Plastiksack, welchen wir für solche Fälle immer mitführen. Meine Tochter klagt über Bauchschmerzen und übergibt sich ebenfalls auf dem Parkplatz. Ich kann mein Lachen nicht mehr unterdrücken. Völlig absurd erscheint mir der heutige Ausflug. Die Kinder – nun wieder erleichtert – lachen ebenfalls. Immerhin ist die Stimmung wieder besser. Ich bitte die Natuakinda mehr aus dem Fenster zu sehen. Mit geöffneten Fenstern rasen wir durch das winterliche, kurvenreiche Alpenvorland.

Endlich kommen wir an. Wir haben noch 8 Minuten bis die Seilbahn fährt. Ich stopfe wahllos Dinge in den Rucksack. Ziehe die Kinder ruppig an und sprinte mit ihnen zur Bahn, wo mein Mann bereits die Tickets geholt hat. Geschafft. Lachend steigen wir in die Bahn.

Oben angekommen schnallen wir uns alle die Schneeschuhe an. Unsere Natuakinda sind sofort begeistern. Laufen den ersten Hügel hinauf und rutschen am Hintern wieder herunter. Skistöcke benötigen sie nicht. Wir machen uns auf den Weg zum Ottohaus. Entlang des Weges suchen wir uns immer wieder einen Hügel zum Rutschen. Der Schnee ist so gefroren, dass man den Bob kaum braucht. Nach einer guten Stunde kommt das Ottohaus in Sicht. Wir machen noch einen Abstecher zum Höllentalblick. Damit überfordern wir die Natuakinda ein wenig. Wir machen ein Picknick mitten im Schnee. Mit genügend Tee, Quetschies, Nüssen und Semmeln steigt die Laune schließlich wieder.

Das Wetter ist herrlich und auch einiges los. Wir überholen eine große Touristengruppe, welche einen sonnigen Hügel anstarrt und unzählige Fotos davon macht. Mein Sohn                quittiert die Szene mit einem „Glauben die, dass das der Großglockner ist? Da gibt´s ja nix besonderes zu sehen!“. Ich mag den spitzen Humor meines Sohnes. Glücklich rennt er wie ein Eichhörnchen auf LSD den Weg immer wieder vor uns zurück. Völlig durchgeschwitzt kommen wir im Ottohaus an. Es ist unglaublich war heute. Auch ohne Jacken ist es heiß. Wir verköstigen uns mit Germknödeln uns sind glücklich. Nach einer Partie UNO geht es zurück zur Bahn. Den letzten Teil rodeln wir hinunter. Genießen dann noch einen Kaffee in der Sonne und machen uns um 15 Uhr zurück ins Tal.

Eckdaten:

Dauer: Ca. 45 Minuten von der Rax-Seilbahn bis zum Ottohaus

Schwierigkeit: für alle Kinder geeignet. Kleinere in die Kindertrage packen. Sonnencreme nicht vergessen!

Weglänge: ca. 2 km

Steigung: die Rax ist ein Bergplateau – die Steigung ist überschaubar

Wegbeschaffenheit: Tiefschnee

Nützliche Links: Rax-Seilbahn, Ottohaus

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