Vogelbergsteig – Wachau

Der Vogelbergsteig in der Wachau gehört für meinen Mann und mich zu den schönsten Wanderungen in unserer näheren Umgebung. Bisher sind wir ihn immer nur allein gegangen, da es sich doch um eine sehr anspruchsvolle Wanderung mit viel abschüssigem Gelände handelt. Die Natuakinda sollte man vor allem beim Aufstieg immer im Auge behalten, da es an manchen Aussichtspunkten recht steil nach unten geht.

Startpunkt ist in Dürnstein an einem der vielen kostenpflichtigen Parkplätze. Wir starten immer sehr früh und hatten deshalb noch nie das Problem einen Parkplatz zu finden. Danach spazieren wir gemütlich durch Dürnstein. Bewundern die Weinberge, erhaschen den ersten Blick auf die Burgruine, welche wir am Ende unserer Tour erreichen werden. Am Ende von Dürnstein gelangt man rechts in den Talgraben, welcher recht bald im Wald mündet. Dann geht es über Wurzeln und Steine ziemlich steil bergauf. Immer wieder werden wir durch eine grandiose Aussicht auf Dürnstein und die Donau belohnt.

Vor allem unser 6-jähriges Natuakind muss während des Aufstiegs immer wieder durch magische Fundstücke wie Zaubersteine und Zauberstäbe abgelenkt werden. Meist hilft es die Natuakinda in Gespräche zu verwickeln, dann fällt es ihnen gar nicht wirklich auf, dass sie ziemlich weite, anstrengende Wegstrecken zurücklegen. Am Kamm angekommen, werden die Natuakinda durch Kletterfelsen belohnt. Sie lieben es auf diesen herumzuklettern, kleine Weglein zu erforschen und Magier auf Reisen zu spielen. Unsere Natuakinda sind meist ziemlich vertieft in ihren Fantasiewelten. Einmal sind sie Hirten, welche ihr Vieh durch die Gegend treiben, dann erblicken sie wieder Monster hinter Felswänden, welche sie bekämpfen müssen oder sie sammeln magische Kräuter für Heil- und Erfrischungstränke. Wichtig ist, dass wir Erwachsenen da auch mitmachen. Mein Mann ist ebenfalls begeisterter Fantasie-Wanderer. Das klingt zwar ziemlich verrückt, macht aber Spaß, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat. Außerdem macht es vor allem lange Wanderungen erträglicher, da nicht ständig herumgemotzt wird.

Während der Wanderung machen wir mindestens zwei größere Pausen. Eine kurz nach dem Aufstieg und eine vor dem Abstieg nach Dürnstein. Vor dem eigentlichen Steig muss man keine Angst haben. Es geht zwar nach rechts steil bergab, aber der Weg ist breit genug um normal durchzugehen. Der Steig ist außerdem durch ein Stahlseil am Hang gesichert und sehr kurz.

Danach geht es sehr eben weiter. Man kann auch einen Abstecher zur Kanzel machen. Die Wanderung verlängert sich dann insgesamt um ca. 40 Minuten. Auf der anderen Seite des Tales erreicht man die Fesselhütte. Dort sind wir noch nie eingekehrt. Sie hat auch nicht immer geöffnet. Nach einem weiteren Anstieg gelangt man zu einer Aussichtswarte. Diese ist nicht immer geöffnet. Die Natuakinda lieben den steinernen Turm, da er stark an das Märchen Rapunzel erinnert.

Danach geht es an den Abstieg, welcher an der Burgruine Dürnstein vorbeiführt. Meist ist sie von Touristen völlig überlaufen, dennoch stellt es für die Natuakinda ein Highlight der Wanderung dar. Von dort aus gelangt man entweder über den Eselsteig oder über eine Forststraße zurück nach Dürnstein, wo wir magisch vom Duft der Bäckerei Schmidl angezogen werden. Dort kehren wir wirklich jedes Mal ein und belohnen uns mit süßen und pikanten Köstlichkeiten.

Eckdaten:

Anfahrt: Mit dem Auto bis zum Parkplatz in Dürnstein (1/2 Stunde von St. Pölten)

Dauer: Mit Kindern ca. 3 Stunden (mit Kanzel)

Schwierigkeit: für trittsichere Kinder, vor allem beim Aufstieg und am Steig gefährlich

Weglänge: ca. 7 km

Steigung: 500 Höhenmeter

Wegbeschaffenheit: schmaler Wanderweg (Wurzeln, Steine), nicht kinderwagentauglich

Nützliche Links: Vogelbergsteig Wachau, Fesslhütte, Bäckerei Schmidl, Ruine Dürnstein

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