Ja, dieser Beitrag handelt offensichtlich nicht von einer Wanderung aber von einem wirklich tollen Ausflugsziel in einer Wandergegend. Falls ihr also mal im Gesäuse seid und eine Wanderpause braucht, dann ab mit euch in den Wassererlebnispark in St.Gallen – ihr werdet es nicht bereuen!
Wir haben gerade einen 5-tägigen Wanderurlaub mit Natuaoma und Natuaopa in der Steiermark hinter uns und möchten unseren „Heimreisetag“ noch voll auskosten indem wir den Wassererlebnispark besuchen, der schon seit mindestens 2 Jahren auf unser To Do – bzw. To Visit-Liste steht. Wir erreichen unser Ziel nach einer guten Stunde (von Gröbming, Stmk kommend). Es ist ein recht schwüler aber bedeckter Tag – nach einer großen Hitzewelle, der erste Tag, der nicht unerträglich heiß ist – was anscheinend unser großes Glück war: es war um 11 Uhr vormittags erstaunlich wenig los.
Wir bezahlen den Eintrittspreis von €13,90 pro Person für einen Tageseintritt welcher, meiner Meinung nach, völlig gerechtfertigt ist und betreten das Areal, das inmitten eines Waldes neben einem Bach liegt. 1.Eindruck: Juhu viel Schatten, wow, so viele Holz-Spielgeräte und „wo fangen wir bloß an?“. Der Natuabub murmelt mit seinen 1,5 Jahren ein leises „cool“ und stapft zu ein paar Aquarien wo er begeistert Fische beobachtet. Das Natuamädl ist mit ihren derzeit 4,5 Jahren da schon etwas ungeduldiger und würde am liebsten auf der Stelle ALLES ausprobieren. In solchen Momenten erinnere ich mich manchmal an einen Satz, den meine Mama schon früher öfter sagte: “ Jedem Recht getan ist eine Kunst die niemand kann!“. Wie recht sie doch damals schon hatte. Kurz versinke ich in einem Tagtraum in dem unsere Kinder bereits Schulkinder sind, schwimmen können, und alle Aktivitäten selbstständig ausprobieren können, ich mich somit entspannt im Areal bewegen kann und die Kinder einfach zu uns kommen wenn sie etwas brauchen. Aber nein, unsere Natuakinder sind eben momentan noch recht klein und können bzw. dürfen nirgends alleine hin. In Gedanken verabschiede ich mich also von gemeinsamer Zeit mit meinem Mann weil jeder von uns immer einem Kind nachläuft und wir uns allerhöchstens bei einem Kindertausch über den Weg laufen (damit nicht immer nur er die tollen, wilden Aktivitäten mit der Großen machen darf).
Gemeinsam suchen wir uns noch ein Plätzchen für unsere Sachen (Schatten gibt es hier überall – Bäume oder Sonnenschirme) und schon entdeckt das Natuamädl die Kanus. Ich war nur kurz abgelenkt (vom Sohnemann natürlich) und schon sitzen der Natuapapa und die Tochter in eben diesem und paddeln auf die 1.Schleuse zu (eine tolle Bootstrecke mit 3 Schleusen zum Hinunterrutschen wartet auf die beiden Abenteurer). Achtung: Bei Schönwetter muss man sich hier auf jeden Fall anstellen! Der kleine Natuabub sagt nur „da, da, da“ und weiß gar nicht wo er zuerst hingehen soll. Gemeinsam besteigen wir den kleinen Erlebnishügel wo wir sogleich Wasserbaustellen, Staudämme, ein Hamsterrad zum Wasser befördern und vieles mehr entdecken. Meine anfängliche Sorgen, dass es für einen 1,5-Jährigen hier nicht viel zu erleben gibt sind sofort verflogen! Meiner Meinung nach kommen Kinder ab dem Sitz- bzw. Krabbelalter hier schon voll auf ihre Kosten. Man lernt, dass man auf unzählige Arten Wasser befördern kann. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wer mehr Spaß hatte: mein Sohn oder ich.
Wir verbringen gute 5 Stunden im Wassererlebnispark und es wird nie langweilig: wir lassen Holz triften, fahren mit Go Karts, beklettern Hoch- und Niedrigseilgärten, spielen im Baumhaus, in der Sandgrube und am Matschspielplatz, bauen Staudämme, springen über Bäche und schaffen ganz viele neue Familienerinnerungen. Das allerbeste waren jedoch die Kanus!
Tipp: Packt unbedingt Wechsel- bzw. Badekleidung ein!
Für mehr Infos: https://www.wassererlebnispark.at/




