Semesterferien 2022 in Tauplitz (Steiermark)

Heuer begann unsere Familienskisaison bereits mit Anfang Dezember. Sobald die Liftanlagen in Annaberg ihre Pforten öffneten, machten wir dort die Pisten unsicher. Dieses Jahr sogar ohne Skischule. Unser Natuasohn (6 Jahre) kommt in Annaberg mittlerweile alle Pisten ganz gut hinunter. Die blauen Hänge sind ihm aber noch immer am liebsten. Den Zauberteppich brauchen wir mittlerweile für beide Kinder nicht mehr. Auch die Natuatochter (4 Jahre) kommt alle blauen Pisten hinunter und fährt super selbstständig mit dem Tellerlift.
Wir sind super-happy, dass der Wintersport nun allen gefällt und die Kinder auch die nötige Ausdauer und Motivation an den Tag legen. In weiser Vorausschau haben wir bereits im Sommer unseren ersten Winterurlaub gebucht. Da ich die Steiermark einfach liebe geht es nach Tauplitz, ein kleiner Ort zwischen Hinterstoder und Schladming gelegen. Wir haben dort ein Apartment mit 60m² am Kulmhof für 6 Nächte gemietet. Im Untergeschoss gibt es sogar einen Pool und einen Skistall.

Das Auto lassen wir ab Tag zwei am Parkplatz stehen. Der Skishuttle fährt alle 20 Minuten ins 5 Minuten entfernte Skigebiet und ist einfach viel bequemer und weniger umständlich. Von der Sesselliftstation gibt es von der Skischule Vasold aus auch die Möglichkeit zum Grafen-Wiesen-Lift hinaufgeshuttelt zu werden.
Wir reisen am Samstagnachmittag gemütlich an, beziehen das Apartment, gehen schwimmen, spielen und erledigen den Supermarkteinkauf in Bad Mitterndorf.
Am Sonntag geht es das erste Mal auf die Piste. Nachdem wir uns bei der Skischule gemeldet haben um die Details für Montag zu besprechen, geht es hinauf zum Grafen-Wiesen-Lift. Auf die Tauplitz-Alm trauen wir uns noch nicht. Wir verbringen insgesamt vier Stunden auf der blauen Piste und lernen den Kindern das Schlepper-fahren.

Am Montag ist das Wetter wirklich bescheiden. Der Skikurs findet dennoch statt. Zunächst heißt es warten, denn die Kinder werden erstmal nach ihrem Fahrkönnen eingeteilt. Beide kommen in unterschiedliche Fortgeschrittenengruppen. Es schneit immer stärker, der Wind braust uns um die Ohren. Die Kinder frieren stehend auf der Piste und warten, dass der Kurs endlich startet. Mein Mann und ich verbringen den Tag ebenfalls in Kindernähe, da uns die Skilehrer aufgrund der Wetterverhältnisse davon abraten auf die Tauplitz-Alm zu fahren. Dennoch erzählen beide Natuakinda beim Abendessen vollauf begeistert von ihren heutigen Erlebnisse. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so positiv gestimmt sind, nach dem schlechten Wetter am Vormittag.

Ab Dienstag wird das Wetter immer besser. Wir genießen traumhaftes Kaiserwetter in den Bergen. Vormittags sind die Natuakinda immer in der Skischule und am Nachmittag geht es nach einem gemeinsamen Mittagessen wieder gemeinsam hinauf auf die Tauplitz-Alm. Mehr als einmal hinauf und dann die Abfahrt hinunter geht sich aber bis zum Liftschluss meist eh nicht aus.

Mein Mann und ich genießen vor allem die Vormittage. Endlich einmal die Pisten ohne Klopause und „Mama da zwickt etwas“ runterfahren. Aber auch das Familien-Skifahren wird von Tag zu Tag entspannter. Die Skischule zahlt sich wirklich aus und ist ihr Geld einfach wert. Die Abende verbringen wir mit Abendessen, Schwimmen gehen im Kulmhof und Brettspielen.

Am Freitag findet dann zum Abschluss das klassische Kinder-Skirennen statt. Beide Natuakinda sind am Start. Zwar in zwei verschiedenen Gruppen, aber es macht ihnen einen Riesenspass sich einmal wie richtige Rennfahrer zu fühlen. Unten im Ziel applaudieren die Eltern und nehmen ihre Schätze lächelnd wieder entgegen.
FAZIT:
Eine Woche Skifahren zahlt sich voll aus. Der Skikurs macht den Urlaub auf jeden Fall entspannter. Erstens weil die Kinder wirklich gut Skifahren lernen und zweitens weil man als Paar Zeit miteinander verbringen kann. Das Apartment am Kulmhof hat uns so gut gefallen, dass wir eine Woche später gleich den Urlaub für das nächste Jahr gebucht haben. Tauplitz soll übrigens auch im Sommer sehr schön sein… vor allem mit Kindern oben auf der Alm.

Zu den Kosten: Unser Urlaub hat insgesamt ~2.400 Euro gekostet. Hier ist aber wirklich alles mitdrin. Vom Apartment (750 Euro für 6 Nächte), Skischule (ca. 300 Euro/Kind), Liftkarten (ca. 700 Euro), Mittagessen auf der Hütte, Einkäufe für Frühstück und Abendessen, 2x Skistöcke für die Kinder und Tank für das Auto.
Skifahrer-Selbstversorger-Menüs (nicht gesund, aber schnell)
- Frühstück mit Striezel, Brot, Nutella, Butter, Kakao und Kaffee, Porridge mit Nüssen
- Jause: Schulmäuse, Knabbernossi, Quetschie für die Extra Portion Power
- Mittagessen: hier kann ich vor allem den Grafenwiesen-Wirten empfehlen. Günstig, köstlich und sehr persönlich. Ganz nett war auch die Hütte der Naturfreunde.
- Abendessen:
- Suppen von Knorr aus der Dose (Leberknödel, Tomatensuppe)
- Ölz-Topfenstrudel mit selbstgemachter Vanillesauce
- Wurstschüsseln mit selbstgemachten Erdäpfelpüree
- Erdäpfel mit Butter und Salz
- Spaghetti Bolognese
- Eierspeise mit Butterbrot
- Sonstiges: Bananen, Äpfel, Mannerschnitten



























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