
Für den Vatertag wurde das schönste Wetter prognostiziert. Also dachte ich mir nichts dabei, als ich dem stolzen Familienvater vorschlug an seinem Ehrentag einen Ausflug nach Aggstein zu machen. Als alter Mittelalterliebhaber war er natürlich hellauf begeistert. Weniger erfreut war er über den Vorschlag von Maria Langegg aus Aggstein zu erwandern, ließ sich aber davon überzeugen.

Am besagten Tag machen wir uns also mit dem Auto auf den Weg nach Maria Langegg. Das Wetter ist wirklich herrlich und der Weg wirklich gut beschildert und zu gehen. Die kleine Natuatochter ist natürlich wie immer nicht sonderlich begeistert, wenn es darum geht sich die Beine zu vertreten, aber mit genügend Jause und Wanderspielen lässt sie sich dann doch davon überzeugen. Die Strecke nach Aggstein verläuft wirklich sehr gemütlich.

Nach etwa einer Stunde Wegzeit kommen wir bei der Burgruine an. Was wir oder besser ich nicht bedacht habe, ist der Umstand, dass man in einer solchen Ruine bei der Besichtigung auch einige Meter zurücklegt. Stiegen also hinauf, wieder hinunter, eine weitere Treppe rauf und wieder runter. Die wirklich herrliche Aussicht in die Wachau genießen, das Kellerverließ bestaunen, das volle Programm. Nach zweistündiger, intensiver Besichtigung verlassen wir schon etwas erschöpft die Burg. Wie gerne würden wir uns nun in ein Auto setzen und nach Hause fahren. Aber nix da … jetzt muss noch der Weg zurück nach Maria Langegg bezwungen werden. Weder wir noch die Kinder sind begeistert, aber was soll man machen? Wir Eltern lächeln und machen das Beste aus der Sache, was so viel heißt wie Mama und Papa tragen die Kinder zum Auto. Der Natuajunge ist wie immer noch voller Kraft. Den größten Teil des Weges legt er hopsend selbst zurück. Klettert immer wieder mal eine Böschung hinauf und hinunter, raschelt durch das Laub, erzählt unzählige Rittergeschichten und fragt Papa bezüglich Mittelalter ein Loch in den Bauch.
Erschöpft aber glücklich erreichen wir schlussendlich den Parkplatz in Maria Langegg. „Und Schatz! Hast du was aus dem heutigen Ausflug gelernt?“, fragt mich mein Mann. Ich antworte mit „Ja, das war schon ziemlich anstrengend, aber wir haben es doch geschafft, also passt es doch eh!?“ 🙂
Eckdaten
Schwierigkeit: für Kinder ab 5 Jahren geeignet (aber anstrengend)
Wegbeschaffenheit: kinderwagentauglich, breiter Weg
Weglänge: ca. 5 km
Dauer: Maria Langegg – Aggstein ca 1 Stunde (vom Parkplatz aus eindeutig beschildert, man kann sich nicht verlaufen)
Nützliche Links: Ruine Aggstein






