Endlich raus – ein Campingwochende mit Freunden

Es hat bereits Tradition: Zum vierten Mal treffen wir uns mit einer kleinen, aber feinen Gruppe an Freunden zum Zelten am Campingplatz Mondseeland. Mittlerweile haben wir unseren Stammplatz … drei Zeltplätze unter der großen Birke mit Blick auf den Spielplatz – aber eben nur mit Blick … das Geschrei soll ruhig etwas entfernt sein 🙂 Gleich gegenüber unserer kleinen Zeltstadt platzieren sich unsere Wohnwagenfreunde. Es ist schon herrlich dort anzukommen. Kaum steht das Auto laufen die Kinder auf den Spielplatz. Man hört die ersten Bierkronen knacken … das Wochenende hat begonnen. Juhuu!!! Dann geht´s ans Zeltaufbauen. Natürlich wird auch das Sonnensegel gespannt und die Essenstafel errichtet. Ja Tafel … schließlich sind wir dieses Jahr 8 Erwachsene und 7 Kinder im Alter zwischen 3 und 8 Jahren. Erst am späten Nachmittag lassen sich die Kinder wieder blicken. Die Großen schauen bereits auf die Kleinen. Nur selten kommt es zu Streitereien. Die Eltern werden vorwiegend für die Essensversorgung und fürs Klogehen benötigt.

Der erste Tag verläuft sehr ruhig. Wir richten uns ein, lassen uns die Bierchen schmecken, genießen das grandiose Wetter, schwelgen in Erinnerungen und berichten Neues. Zum Abendessen gibt es Tortillas mit Hühnchenstreifen zum Selberfüllen. Auch das hat bereits Tradition.

Tag 2
Am Vormittag berichten die Väter von einem Geocache in der Nähe. Die Kinder sind sofort Feuer und Flamme. Los geht´s … über Stock und Stein, an Wiesen und Weiden vorbei geht´s hinauf in einen kleinen Wald. Bei einer kleinen Kapelle angekommen, vermeldet einer der Väter, dass der Schatz ganz in der Nähe sein müsste. Die Kinder schwärmen ins Unterholz aus, während alle anderen die Kapelle umkreisen und suchend jeden Stein umdrehen. Nach etwa einer halben Stunde finden wir im tiefsten Gebüsch, nahe eines Baumstumpfs den Geocache. Die Kids sind begeistert. Wir jausnen neben der Kapelle, beginnen zu schnitzen … unzählige Pfeifen aus Hollerstauden werden stolz bespielt. Es werden Steintürmchen gebaut und die Wildnis erkundet. Dann geht´s wieder hinunter ins Tal.
Zu Mittag gibt es OnePot Bolognese… einfach köstlich. Nachmittags stürzen wir uns ins kühle Nass, das heißt in den Swimming Pool des Campinganlage. Das Wasser ist eisig kalt. Nur die wirklich Mutigen trauen sich da hinein. Später spielen wir mit den Kindern ein Match am Fussballplatz … ein Highlight für die Kinder. Durchgeschwitzt und völlig übermüdet fallen wir in unsere Schlafsäcke.

Tag 3
Den gesamten Tag relaxen wir am Campingplatz. Etwas plantschen, lesen, quatschen … was will man mehr? Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Robinsonplatz, einer großen Feuerstelle in der Nähe des Campinggeländes bei einem kleinen Bach. Die Kinder lieben es im Bach zu spielen, obwohl dieser immer eisig kalt ist. Die Ukulele wird gestimmt, die ersten Lieder erklingen. Im Hintergrund wird wieder fleißig geschnitzt. Danach werden wunde, blutige Finger verarztet und Tränen gewischt. Zu schnitzen hört aber dennoch keiner auf. Es werden Würstchen gegrillt, verkohlt, vergessen und verschlungen. Stockbrot wird gebacken und ebenfalls verkohlt oder vergessen. Wir fragen uns ob man Stockbrot immer halb roh oder verbrannt essen muss. Ich liebe diesen Nachmittag. Jedes Jahr freue ich mich darauf. Alle sind völlig gelassen und entspannt, mit sich selbst im Reinen und völlig geerdet. Es ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen, nur völlig ohne Stress.
Glücklich machen wir uns in der Dämmerung auf den Weg zurück zum Zeltplatz. Wir spionieren die anderen Gäste aus, fragen uns wie teuer die richtig großen Wohnmobile rund um den kleinen Fischteich sind und ab welchem Einkommen sich eine solche Investition auszahlt. Kommen aber wie jedes Jahr zur gleichen Erkenntnis … wir bleiben bei unserem geliebten Zelt. ♥
Kurz bevor die Nach anbricht beginnt es leider zu regnen. Nachdem wir alles im Trockenen verstaut haben, stellen unsere Freunde fest, dass ihr Zelt undicht ist. Wir versuchen das Zelt nachzuspannen, was leider nur bedingt gut funktioniert. Der Wind fährt ständig in das Vorzelt, der Regen wird immer stärker. Für den Notfall räumen wir unser Vorzelt soweit auf, dass wir eine weitere Familie einquartieren können. Dies ist aber dann doch nicht notwendig. Im Regen trinken wir unser letztes Bier des Tages und hoffen auf einen trockenen Morgen.

Tag 4
Es hat in der Nacht durchgehend geregnet. Am Vormittag hört es endlich auf. Gleich nach dem Frühstück beginnen wir mit dem Packen. Nach und nach lichtet sich der Nebel und es klart auf. Das Zelt verstauen wir ziemlich nass im Auto. Immerhin regnet es nicht mehr. Trotz der Ereignisse in der letzten Nacht war der Kurzurlaub unglaublich toll. Wir vereinbaren nächstes Jahr wieder unsere Zelte am Campingplatz Mondseeland aufzuschlagen. Wehmütig, aber das Herz gefüllt mit tollen Erinnerungen geht es nach Hause.
Mondseeland wir kommen wieder!

Nützliche Links: Camp Mondseeland, Iko-Outdoorbedarf in Eugendorf (falls beim Campen etwas fehlt oder kaputt geht)

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