Naturpark Blockheide – das Kraxelparadies im Waldviertel

Meist zieht uns das südliche Niederösterreich magisch an – dort wo die Berge langsam höher werden und man tolle Gipfelbesteigungen machen kann. Magie liegt jedoch auch eindeutig im nördlichen Niederösterreich – dort wo sich Kobolde und Elfen „Gute Nacht“ sagen – im Naturpark Blockheide. Der Natuagatte und ich waren das letzte Mal vor cirka 25 Jahren dort, somit stand dieses Ausflugsziel schon länger auf unserer To-Walk-Liste.

Mit der Natuaoma im Gepäck starten wir am bewölkten 1.Mai in Richtung Norden. Den Naturpark am Vormittag zu besuchen ist wohl ein richtiger Geheimtipp weil da meist noch weniger los ist: unser Auto ist um 10.15 Uhr erst das dritte am Parkplatz (Parkplatz 2). Vorbei am Gasthaus und danach rechts abbiegen – so gelangen wir nach wenigen Minuten sofort auf den Marienkäferweg des Naturparks der uns heute zu den tollsten Kraxelsteinen führen soll. Unser Natuakind ist hochmotiviert und läuft schon mal vor. Nach cirka 200m biegen wir rechts auf einen Trampelpfad ein und stehen schon direkt vor den ersten Felsen, welche natürlich sofort bestiegen werden müssen. Von den Koboldsteinen geht es weiter zu den Wackelsteinen. Immer wieder kommen wir an gemütlichen Ecken und Jausenstationen vorbei (Platz zur Rast gibt es hier also genug). Wir entdecken den Tisch der Riesen und daneben auch den Tisch der Zwerge wo sich das Natuakind kurz stärkt um kurz darauf mit voller Energie wieder loszulaufen.

Im Zentrum des Naturparks angekommen sehen wir den großen Aussichtsturm (der derzeit jedoch geschlossen ist), ein Steinlabyrinth, viele Jausenbänke inkl. einer Grillstation (wo man nach Voranmeldung mitgebrachte Speisen grillen kann) und eine (derzeit geschlossene) Jausenstation inkl. Spielplatz. Wir beschließen, den Spielplatz erst am Rückweg zu besuchen und gehen in Richtung Hubertuskapelle und Teich. Dort angekommen machen wir Pause und genießen unsere mitgebrachte Jause während wir Fische und Enten im und am Teich beobachten. Frisch gestärkt wandern wir weiter zum Geologischen Freilichtmuseum, der Sonnenuhr und dem Teufelsbett. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass jeder ( wirklich JEDER) Stein erklommen wird, was uns natürlich nur sehr langsam voranbringt. Das stört jedoch gar nicht. Wir genießen, dass unser Kraxelmädchen die Natur als Abenteuerspielplatz betrachtet und voller Freude jeden Zentimeter des Naturparks erkundet. Bis jetzt geht sie alles alleine zu Fuß (derzeit 2,5 Jahre), aber ich will den Tag nicht vor dem Abend loben.

Fast am anderen Ende des Naturparks angekommen, merken wir, wie sich doch langsam Müdigkeit bei unserem Natuakind breit macht und wir beschließen, den Rückweg anzutreten und aber natürlich noch einen Stopp beim Spielplatz zu machen. Das ist doch immer Pflicht! Der Spielplatz ist eher klein – da jedoch an diesem Tag kaum Leute im Naturpark sind, macht das gar nichts und das Natuamädl erfreut sich an dem Kletterparcour und der Nestschaukel.

Vollgetankt mit wunderschönen Eindrücken und guter Frischluft machen wir uns auf den Weg zum Auto. Nach knapp 3km eigenständigem Gehen muss Papas Schulter für die letzten 200m noch als Transportmittel herhalten aber doch ist doch völlig in Ordnung, denken wir. Auf der Heimfahrt fällt das Natuakind sofort in einen Dornröschenschlaf und träumt wohl von Kobolden, Elfen und riesigen Wackelsteinen.

Eckdaten

Dauer: je nach Belieben; wir haben cirka 3 Stunden im Naturpark verbracht

Schwierigkeit: einfach; die „normalen“ Wege sind kinderwagentauglich

Weglänge: etwas mehr als 3 km wenn man den Naturpark einmal durchqueren möchte

Steigung: so gut wie gar keine Steigung

Wegbeschaffenheit: einfach Waldweg der kinderwagentauglich ist; abseits vom Weg Trampelpfade inkl. Stolperwurzeln

Nüztliche Links: http://www.blockheide.at/index.php/home.html

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