Erlebnisweg Peilstein

Heute ging es zum Peilstein im Wienerwald. Bekannt ist das Gebiet vor allem für seine Kraxlfelsen zum Klettern. Weniger bekannt ist der Kinder-Erlebnisweg, welcher vom Mostheurigen Karner in Nöstach über das Gasthaus Holzschlag auf die Peilsteinhütte und wieder zurück nach Nöstach führt. Der Rundwanderweg startet auf einem saftig grünem Wiesenweg. Immer wieder befinden sich am Wegesrand interaktive Stationen, welche zum Forschen und Verweilen einladen. Wir lernen einiges über Waldtiere, entdecken Weinbergschnecken am Wegesrand, lauschen dem fröhlichen Vogelkonzert und sehen einer Maus im Unterholz bei der Futtersuche zu. Wir entdecken sogar einige Wildtierspuren, die den Weg vor einiger Zeit gekreuzt haben müssen.

Der Erlebnisweg behandelt die unterschiedlichen Aspekte des Kletterns. Unter anderem findet sich am Wegesrand auch eine Schautafel zum Thema Spinnen mitsamt eines großen Kletternetzes für Kinder. Immer wieder kommt man an einem Klettergerüst, einer Kletterbrücke, Hindernissen etc. vorbei. Die Natuakinda beklettern alle Stationen, erfreuen sich aber auch an kleinen Kletterfelsen am Wegesrand. Immer wieder versuche ich die Kinder für die Blumen am Wegesrand zu begeistern, allerdings mit wenig Erfolg. Ich hoffe sie merken sich zumindest ein paar der Namen. Ich selbst finde es nicht schlecht ein paar der gängigen Wildblumen zu erkennen, wo sie doch immer seltener zu finden sind.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde machen wir auf einer Hängeschaukel Rast und genießen die Aussicht auf den Peilstein, der nun vor uns liegt. Die Natuakinder sind ganz aufgeregt. Ob sie wohl ein paar Kletterwillige im Fels entdecken werden?

Kurz vor dem Gasthaus Holzschlag geht der breite Waldweg in einen schmalen Trampelpfad über, der aber bald wieder breiter wird. Wir balancieren über Baumwurzeln und springen von Stein zu Stein. Irgendwie muss man die Kinder ja bei Laune halten schließlich sind wir nun bereits fast zwei Stunden unterwegs und der Weg geht ab jetzt steil bergauf. Die Natuawilde muss ab jetzt getragen werden. Wir entdecken ein Hinweisschild über die ortsansässige Bergrettung. Der Natuabursche will jetzt alles über die Aufgaben der Bergrettung wissen. Wie das mit Lawinen ist, wie Verletzte abtransportiert werden, warum die Rettung nicht hierher kommen kann usw. Danach verlässt auch ihn die Kraft. Für das letzte Stück zum Peilsteinhaus wählt auch er Mama als Lastesel.

Beim Peilsteinhaus ist schon etwas mehr los als am Weg selbst. Hier kreuzen sich mehrere Wanderwege. Außerdem laden die unzähligen Bänke und Tische, sowie ein Aussichtsturm, ein Spielplatz und eine Beton-Boulderwand zum längeren Verweilen ein. Nach kurzer Jause zieht es uns weiter zum Gipfelkreuz. Von dort aus genießen wir die tolle Aussicht ins umliegende Tal. Wir beschließen nicht den Erlebnisrundwanderweg für die Rückkehr nach Nöstach einzuschlagen, sondern folgen, neugierig wie wir nun mal sind, einer Klettergruppe talabwärts. Der Trampelpfad ist von Wurzeln und Steinen durchzogen und ziemlich schmal. Die Natuakinder müssen wir jetzt stetig an der Hand führen. Zu groß ist die Gefahr hier abzurutschen. Zwischen zwei Felsen treffen wir auf die ersten Kletterer, die sich ihren Weg in den Fels bahnen. Die Natuakinder lassen sich gespannt auf einem Stein nieder. Wie vor dem Fernseher sehen sie zu, wie Seile gezogen werden und Felsen bezwungen.

Danach geht es weiter den Trampelpfad hinunter, der schließlich in einen holprigen Wanderweg mündet, welcher an den Kletterwände vorbei führt. Immer wieder beobachten wir Kletternde in den Wänden. Schließlich müssen wir allerdings anhalten, weil in einer Engstelle die Bergrettung gerade einen Verletzten versorgt. Unsere Natuakinder sind hellauf begeistert. Die Bergrettung in vollem Einsatz! Was für ein Erlebnis. Gespannt sehen wir zu wie ein junger Mann auf eine Trage gepackt wird. Schließlich packen 4 Männer an um ihn den steilen, holprigen Weg nach unten zu bringen. Schlussendlich muss auch Papa helfen. Ganz stolz sehen die Natuakinder zu wie Papa zum „Bergretter“ wird. Am Ende Schlussendlich mündet der es Pfad wieder in den Erlebnisweg, wo das Auto der Bergrettung bereits auf den Verletzten wartet. Von hier aus machen wir uns auf den Weg zurück nach Nöstach. Ab jetzt muss die Natuawilde getragen werden, zu groß war die Aufregung und zu anstrengend der Weg. Nach etwa 4 Stunden geht eine erlebnisreiche Wanderung zu Ende. Ein toller Tag, der unseren Natuakindern bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Eckdaten

Dauer: Mit Pausen ca. 4 Stunden

Schwierigkeit: je nach Motivation und Ausdauer ab ca. 5 Jahren, Rückentrage oder eigene Tragfähigkeit für jüngere Wanderer mitbringen

Weglänge: ca. 5,5 km

Steigung: zwei steilere Abschnitte, sonst gemütlicher Anstieg, Trampelpfad über Kletterwände etwas schwieriger, gutes Schuhwerk ist hier ein Muss.

Wegbeschaffenheit: Forstwege, Trampelpfade mit vielen Wurzeln und Steinen

Nützliche Links: Bergfex Wienerwaldinfo

Hinterlasse einen Kommentar