Über Stock und Stein zum Wetterkreuz

SONNE!!!

Wieder einmal treibt es uns hinaus. Dieses Mal in mein Heimatdorf Hollenburg an der Donau. Der Natuabursche ist schon ganz aufgeregt, schließlich will er heute ganz allein die Strecke bis zur Wetterkreuzkapelle zurücklegen. Gesagt getan machen wir uns mit Onkel, Tante, Oma und Hund auf durch die Rieden.

Wir starten beim Parkplatz unterhalb der Pfarrkirche Hollenburg und gehen rechts hinauf zur Hauptstraße. Wir biegen links hinauf in die Kirchengasse. Nun geht es ein Stück steil bergauf. Die Natuakinda, aber auch wir schnauffen. Vorbei am Friedhof, lassen wir das Dorf hinter uns. Vor der nächsten scharfen Linkskurve geht es rechterhand einen unscheinbaren Trampelpfad entlang hinauf in die Weinberge. An der nächsten T-Kreuzung geht es links weiter bis wir zu einer asphaltierten Straße gelangen.

Durch den Hohlweg

Die Sonne strahlt uns ziemlich kräftig entgegen. Endlich zieht der Frühling ins Land. Gut gelaunt biegen wir rechts ab, überqueren eine Kreuzung und finden uns zwischen hohen Lösswänden wieder. Ich liebe diese urigen Hohlwege zwischen den Weingärten. Wieder biegen wir links ab und gelangen auf die Wetterkreuzstraße. Achtung! An schönen Tagen wie heute fahren hier doch auch einige Autos herum. Nicht jeder ist gewillt den „Berg“ aus eigener Kraft zu bezwingen. Wir folgen der Straße ein paar Biegungen und haben nun ganz klar unser Ziel vor Augen: die Wetterkreuzkapelle in voller Sonnenpracht.

Bald ist es geschafft

Die Straße mündet in eine Forststraße, welche wir entlang marschieren. Rechterhand zweigt ein steiler Pfad ab, welchen wir uns tapfer hinaufkämpfen. Das Natuamäderl will nicht mehr. Gemächlich mit vielen Ablenkungsgeschichten schafft sie es aber doch bis nach oben. Wir sind mächtig stolz auf unsere Natuakinda. Ganz allein sind sie bis hinaufmarschiert. Ein bisschen verärgert über die vielen Sonntagsausflügler gehen wir ans hintere Ende der Kapelle, wo ein wirklich steiler, wurzeliger, schmaler Pfad hinab in den Wald führt.

Wir halten uns rechts, der Pfad wird immer breiter und mündet schließlich in einen mit Laub bedeckten Weg. Wir sind wieder völlig allein. Wer sich hier nicht auskennt, sollte nicht die Orientierung verlieren, denn jetzt geht es ohne Beschilderung bergab. Eigentlich geht es immer nur gerade aus. Der Weg führt am Ende serpentinenhaft nach unten. An einer T-Kreuzung gehen wir rechts wieder Richtung Weingarten. Zuerst gerade, dann links Richtung Hollenburg hinab. Immer querfeldein durch die Weingärten, bis wir wieder zu dem Punkt gelangen, an welchem wir von der Kirchengasse heraufgekommen sind. Mit vielen unterhaltsamen Spielchen legt unser 5-jähriger Natuabursche den gesamten Weg zu Fuß zurück. Die Dreijährige gibt schließlich auf und macht es sich auf Papas Schultern bequem.  

Ich liebe diese Gegend von ganzem Herzen. Sie ist meine Heimat. Ich liebe den Blick auf die Donau und die Rieden, die Hohlwege und die tausend Wege die man hier zurücklegen kann, wenn man sich ein wenig auskennt. Beim schlecht ausgeschilderten Abstieg von der Wetterkreuzkapelle kann man sich einfach nach der Lage des Ortes orientieren. Hollenburg ist ziemlich lang gestreckt. Das heißt irgendwo im Ort kommt man bestimmt an und dann geht´s zurück zur Pfarrkirche. Verirren kann man sich also eigentlich nicht. Und querfeldein über Stock und Stein macht sowieso am meisten Spass.

Eckdaten

Dauer: Ca. 2 Stunden

Schwierigkeit: für Kinder jeden Alters geeignet

Weglänge: ca. 4 km

Steigung: 160 Hm

Wegbeschaffenheit: Asphaltierte Wege, Forststraße, Trampelpfade, nicht kinderwagengeeignet

Nützliche Links: Alternative Wanderroute

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