Waldlehrpfad Dunkelsteinerwald

Es ist Sonntag – der Blick aus dem Fenster stimmt uns nicht fröhlich: es ist grau und scheint sehr kalt zu sein. Trotzdem wollen wir heute ein bisschen an die frische Luft und beschließen nach Heitzing bei Karlstetten zu fahren von wo aus ein Waldlehrpfad durch den Dunkelsteinerwald führt. Beim Vorbeifahren ist mir dieser bereits mehrmals aufgefallen, bis heute haben wir uns jedoch noch nie die Zeit genommen, diesen wirklich zu erkunden.

Nach 15-20 Minuten sind wir schon am Ziel und parken direkt vor Waldbeginn parallel zum Feldweg. Das Natuakind, welches im Auto noch einen kurzen Powernap gemacht hat freut sich auf den Wald weil es dort (laut den vielen Büchern zu Hause) so viele verschiedene Tiere gibt…. vielleicht sehen wir ja ein scheues Reh, treffen auf eine Wildschweinfamilie oder hören einen Specht?! Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos. 🙂

Nach den ersten paar Metern werden wir mit einem großen Schild, das uns Informationen zum Dunkelsteinerwald bietet, am Waldlehrpfad begrüßt. Wir gehen gerade aus einen schönen Waldweg entlang, informieren uns an Schautafeln über die heimischen Pilzsorten und erreichen nach cirka 10 Minuten einen kleinen Teich inklusive Aussichtsplattform und Picknicktischen. „Das muss im Sommer ein herrlicher Ort sein um ein schattiges Picknick zu genießen“ denken wir uns und machen sogleich eine Notiz im Kopf um möglichst bald wieder herzukommen. Als wir weitergehen sehen wir kurz darauf ein großes Holztor, das uns Eintritt in ein bezäuntes Areal mit vielen verschiedenen beschilderten Bäumen und Sträuchern gewährt. Sogar die 2,5-Jährige ist hochinteressiert und sagt beinahe im Sekundentakt „Mama, bitte vorlesen“. Am anderen Ende dieses Bereiches ist ein weiteres, diesmal kleineres, Holztor durch das wir gehen und auf einen schmalen Weg des Waldlehrpfades gelangen. Wir gehen über eine Mini-Holzbrücke, klettern auf Holzstümpfe entlang des Weges und überwinden Hindernisse wie entwurzelte Bäume. Für unser Abenteuermädchen ist das wahrlich ein Abenteuerweg weshalb sie stolz einen Großteil des Weges selbst geht. Als wir nach insgesamt 40 Minuten Gehzeit an eine Kreuzung (rechterhand ein Steinbruch) gelangen sind wir zuerst unsicher welcher Weg uns wieder zum Auto zurückbringt. Vermutlich hätten uns alle Wege irgendwann zurück geführt, wir holen uns in solchen Fällen jedoch gerne Hilfe von der Bergfex-App (Memo an mich: das nächste Mal „tracke“ ich den Weg bereits von Anfang an), und entscheiden uns somit direkt vor der Kreuzung rechts abzubiegen. Anfangs ist kaum ein Weg sichtbar und wir gehen über loses Geäst querfeldein aber nach cirka 100-200 Metern war er dann wieder da – der Weg. Nach ziemlich genau einer Stunde kommen wir wieder beim Auto an – mit einer Dosis Frischluft. Und wisst ihr was? Einen Specht haben wir tatsächlich auch gehört!

Fazit: Toller Rundspaziergang im Wald mit mehreren Wegen und somit Möglichkeiten zum Erkunden. Ein recht weiter Anfahrtsweg lohnt sich, zumindest an nebeligen Tagen aufgrund der kurzen Verweildauer, jedoch nicht.

Eckdaten

Dauer: je nach Belieben, mindestens 1 Stunde

Schwierigkeit: einfach, jedoch nicht durchgehend kinderwagentauglich

Weglänge: ca. 1,5 km

Steigung: keinerlei Steigung

Wegbeschaffenheit: Anfangs Feldweg bzw. Waldweg, danach ein schmaler Pfad durch den Wald

Anfahrt

Von St.Pölten kommend fahren wir durch den Ort Karlstetten (Richtung Gansbach). Kurz nach dem Ortsende von Karlstetten sind wir bereits in Heitzing wo wir in der Linkskurve geradeaus weiter auf einen Feldweg fahren. Wir parken entweder gleich dort oder fahren noch ein Stück weiter und parken direkt vor dem Waldeingang.

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