Spaziergang zwischen Berg, Wasser und Kulinarik – Hubertussee in der Walster

Es ist ein nebelgrauer Tag im Februar. Es gibt keinerlei Anzeichen von einem winzigen Sonnenstrahl und das Wetter ist so trostlos, dass wir uns unbedingt auf die Suche nach ein bisschen Sonne begeben müssen. Die Natuakindoma schlägt einen gemeinsamen Ausflug in die Walster vor… da sind wir sofort dabei. Wir fahren jeden Winter mindestens einmal dorthin weil die Kombination von See, Bergen und Schnee (den es dort natürlich häufiger gibt als in der Stadt) einfach unschlagbar ist. Der krönende Abschluss ist dann immer der Besuch bei der Wuchtlwirtin, die einfach sagenhafte Wuchtln (oder Buchtln, wie wir sie nennen) macht. Ich, das größte Schleckermaul der Familie, mache mir sogleich Sorgen, dass das Wirtshaus aufgrund der momentanen (Corona-)Lage geschlossen hat aber wir hoffen einfach auf das Beste (ein Take-Away Angebot).

Wir parken wie immer gleich am Parkplatz bei der Wuchtlwirtin und der Tag ist schon jetzt gerettet: Mein erster Blick fällt auf das Schild vor der Hütte: „Wuchtln zum Mitnehmen“! Juhuu, dann gönnen wir uns nach dem Spaziergang wohl eine Runde süßer, warmer und flaumiger Kalorien! Na, hab‘ ich euch den Ausflug schon jetzt schmackhaft gemacht? 🙂

Zuerst machen wir uns jedoch auf in Richtung Hubertussee. Von der Wuchtlwirtin führt ein kurzer Weg, bzw. im Winter eine Langlaufloipe, zum See. In cirka 20 Minuten ist man am Wasser. Man kann jedoch auch direkt beim Hubertussee parken. Wir gehen gerne im Schnee, also laden wir den Kleinkinderbob aus dem Kofferraum und gehen querfeldein (wie es Natuakinda so oft machen) und neben der Langlaufloipe in Richtung Ziel. Das Natuakind genießt es, im Bob sitzend, gezogen zu werden und lässt sich die Sonne, die wir tatsächlich gefunden haben, ins Gesicht scheinen. Der Weg ist ohne jegliche Steigung und eingerahmt von einem kleinen Bächlein, Wiesen und Wäldern einfach nur schön. Am Ende des Weges lassen wir den Bob neben einen Baum stehen, weil wir nun am See angelangt sind und von hier aus ein asphaltierter und geräumter Weg um den Hubertussee führt. Heute sind hier einige Spaziergänger unterwegs – anscheinend hatten mehrere Leute „den richtigen Riecher“ nach Sonne. Das Natuakind freut sich über die Begrüßung der vielen Enten und ist fast nicht weiterzubewegen… unser Abenteuermädchen liebt jedoch Wettrennen und der „ich bin schneller-“ Trick funktioniert zum Glück noch jedes Mal – fragt sich nur noch wie lange?!

Vorbei an einer Kapelle und mehreren „Bankerl“ die zum Verweilen einladen gehen wir bis zum Ende des Sees. Ungefähr eine Stunde dauerte unser Marsch bist zu diesem Punkt – Jausenpause und zig kleineren Päuschen jedoch inkludiert. Ein Highlight am Ende des Weges ist ein kleiner Tunnel und das Wehr, das so schön rauscht. An diesem Punkt drehen wir um und gehen den gleichen Weg wieder retour da wir nicht entlang der Straße gehen wollen, die am anderen Ufer des Sees entlangführt.

Zurück am Parkplatz holen wir uns flaumige Wuchtln mit Vanillesoße und genießen sie bei unserem ersten Picknick des Jahres – mitten im Februar!

Eckdaten

Dauer: ca. 1,5 Stunden

Schwierigkeit: einfach, kinderwagentauglich

Weglänge: ca. 5 km

Steigung: keinerlei Steigung

Wegbeschaffenheit: anfangs über Wiesen bzw. neben einer Langlaufloipe und danach ein asphaltierte Gehweg bzw. Straße (man kann jedoch auch von Anfang an auf der kaum befahrenen Straße gehen)

Nützliche Links:

https://www.wuchtlwirtin.at/

https://www.bergfex.at/sommer/steiermark/touren/wanderung/433228,hubertussee-mit-wuchtlwirtin/

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