Es ist der 3.Februar 2021 – Semesterferien – und die beiden Natuapapas haben sich frei genommen, sodass einem Familienausflug in die „Natua“ an einem Mittwoch nichts im Wege steht. Eine nette Winterwanderung, bei der die Natuakinda auch noch mal Rodel, Schlitten und Bob benützen können bevor uns die Frühlingssonne ins Gesicht lacht, war unser Wunsch. Nach vorabendlicher Recherche haben wir uns entschieden nach Lackenhof am Ötscher zu fahren. Wir kennen die Gegend rund um den Ötscher gut….jedoch nur in den wärmeren Monaten. Winterwandernd war uns dieses Gebiet also neu und wir haben uns für eine kurze Mandlboden-Runde entschieden (30 min).
Nach anfänglichen Parkplatzschwierigkeiten in Lackenhof sind wir dann direkt bei der Ötscherwiese fündig geworden. Dort befindet sich ein großes Langlaufzentrum und es gibt eine gute Auswahl an freien Parkplätzen – zumindest unter der Woche. Kaum ausgestiegen lagen schon alle 3 „Natuakinda“ im Schnee – gibt ja nichts Schöneres und zuhause in der Stadt ist er ja leider schon längst geschmolzen. Einige Zeit hatten wir Bedenken ob wir uns überhaupt mehr als 100 Meter vom Auto wegbewegen würden, weil die „Schneeberge“ am Straßenrand für unsere Wilden einfach viel zu verlockend waren und Zeter und Mordio folgten als wir zum Weitergehen animieren wollten. Aber gut…. wir kennen das ja schon und im Anspornen und Motivieren haben wir „Natuamamas“ ja zum Glück schon viel Übung. Bald saßen alle 3 auf Rodel und Bob und waren rundum zufrieden mit der Gesamtsituation. Die Natuapapas fungierten als Zugtiere und wir Mamas konnten die winterliche „Natua“ genießen, plaudern und Fotos machen. Herz was willst du mehr?!
Als wir dann bei der kleinen Waldkapelle und zugleich Weggabelung ankamen, waren wir uns plötzlich nicht mehr sicher, ob wir wirklich den Winterwanderweg Mandlboden gehen sollten. Dieser war nämlich auf der Wanderkarte vor Ort lediglich als Schneeschuhweg Kesselgraben gekennzeichnet und sah nicht besonders einladend aus. So entschieden wir uns für die 1er Langlaufroute „An der Gmoa“. Es waren einige Langläufer unterwegs, aber es störte niemanden, dass wir den Rand der Loipe einnahmen und wir freuten und riesig über so gut präparierte Wege, wo es einfach war Rodel und Bob mit menschlichem Gepäck zu ziehen. Der Weg führte fast durchgehend durch den Wald, war nicht besonders steil und wirklich gut zu begehen. Aus einem ursprünglich geplantem kurzen Spaziergang wurde jedoch eine 2,5-Stunden-Wanderung und so fielen die beiden Kleinen gegen Ende völlig erschöpft in einen Dornröschenschlaf. Der Rest der Truppe stärkte sich noch schnell bei einer mitgebrachten Jause (direkt bei der Ötscherwiese gibt es ein Jausenbankerl und auch öffentliche Toiletten) bevor auch noch die Stimmung des 3. „Natuakindes“ zu kippen drohte und wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Wir verbuchen diesen Ausflug als vollen Erfolg…. und was wir wieder einmal gelernt haben: Meistens kommt es anders als man denkt und trotzdem ist jeder Weg den wir gemeinsam begehen immer wieder ein Erlebnis!
Habt ihr jetzt auch Lust die unzähligen Winterwanderwege Lackenhofs unsicher zu machen? Vergesst auf keinen Fall Rodel, Schlitten, Bob oder was auch immer man im Schnee gut ziehen kann!
Eckdaten
Dauer: 2,5 Stunden
Schwierigkeit: realtiv einfach; wir empfehlen jedoch aufgrund der Länge (im Winter) eine Rodel/Schlitten/Bob oder ähnliches mitzunehmen, damit die Kinder nicht den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen müssen
Weglänge: ca. 5 km
Steigung: ca. 190hm
Wegbeschaffenheit: präparierte Langlaufloipe
Nützliche Links: Mostviertel Tourismus











