20.1.2021 Ein Ausflug zur Alm ohne Berg
Es ist der erste Jännertag mit deutlichen Plusgraden und die Sonne lacht. Natuakind 3 (2 Jahre) und ich brauchen dringend frische Luft, einen Tapetenwechsel und eine ordentliche Dosis Vitamin D. Da der Ehemann noch länger in einer Telefonkonferenz feststeckt fahren wir einfach zu zweit los – zur „Stoaleitn“ (Steinleiten) Alm bei Bischofstetten. Am Weg dorthin meldet sich spontan die Natuakind-Oma, die eine totale „Stoaleitn“-Liebhaberin ist und sogleich beschließt, sich uns anzuschließen. Praktischerweise macht das Natuakind im Auto noch einen Powernap und ist somit fit und motiviert als wir am Parkplatz am Steinleitenweg ankommen.
Wir fahren mehrmals im Jahr auf die „Stoaleitn“ weil es 1. sehr nahe zu unserem Wohnort ist, 2. ein nettes Ausflugsziel darstellt wenn man nicht viel Zeit hat und 3. der Weg so kurz ist, dass ihn sogar 2-Jährige ohne Probleme zu Fuß zurücklegen können (wenn sie wollen). Dort angekommen hat man 2 Möglichkeiten: entweder man geht den „tut gut“-Wanderweg (cirka 20-30 Minuten) oder gleich direkt durch einen kurzen Waldabschnitt zur Alm (cirka 5 Minuten Fußweg…. kommt jedoch voll und ganz auf die Gehmotivation des Kindes an – wie immer).
Wir gehen meist nur das kleine Stück durch den Wald, da man dann bei der Steinleiten Alm auch noch einiges erkunden kann und wir uns dort gerne aufhalten.
So auch an diesem Tag: Nachdem die Oma auch angekommen ist und das Natuakind sogar einen Traktor erblickt hat läuft sie gleich drauflos. In die falsche Richtung. Ja, wenn sie will, kann sie schon echt schnell laufen. Gut. Nachgelaufen, Kind umgedreht, Kind läuft weiter. Alles ok, die Laune ist noch gut. Nach wenigen Minuten sind wir auch schon am Ziel. Blickfang ist immer gleich die riesige alte Eiche mit einer Schaukel und einer kleinen Rutsche davor, gleich gegenüber von der Alm. Das Natuakind stürmt wie immer sogleich zur Rutsche und wir verbringen mal eine Zeit am „Spielplatz“. Ein Spazierweg, aufgebaut wie ein Naturlehrpfad, führt vorbei an der Alm, einem Teich (auf dem man zu Nicht-Corona-Zeiten im Winter auch Eisstockschießen kann), Schafen, Bienenstöcken, Rastplätzen bis hinauf zu Hochlandrindern. Es gibt wirklich einiges zu sehen. Das Natuakind ist wie jedes Mal begeistert von den Tieren und als wir sogar Alma, die Alm-Katze, entdecken ist sie im 7. Himmel.
Zu Nicht-Corona-Zeiten kann man sich sogar in der Steinleiten-Alm aufhalten, kleine Feste feiern und Getränke konsumieren. Es stehen jedoch auch vor der Alm 2-3 Jausentische zur Verfügung an denen man sich mit Selbstgebrachtem stärken kann. Zusätzlich machen die Bewirtschafter der Alm auch selbst Stangenwurst, Bratwürste und Honig (aus der eigenen Bienenzucht zwischen der Schafweide und dem Stall der Hochlandrinder) welche man, auch zu Coronazeiten, käuflich erwerben kann.
So machten wir uns nach einer Stunde auf der Alm wieder auf zurück zu unserem Auto – mit einer Stange Wurst, einem aufgefülltem Vitamin-D-Tank und einem glücklichen Kind. Herz, was willst du mehr?!
Eckdaten unseres Spaziergangs
- Dauer: so lange man will, wir empfehlen min. 45 Minuten
- Schwierigkeit: einfach, Kinder ab 1,5/2 Jahren können den Weg alleine zurücklegen
- Weglänge: 200 Meter
- Steigung: bis zur Alm keine Steigung, danach leichte Steigung
- Wegbeschaffenheit: Fortstrasse, kinderwagentauglich
Anfahrt
Von Obergrafendorf kommend fahren wir in die Ortschaft Bischofstetten und biegen in der ersten Rechtskurve links in die Steinleitenstraße (an dieser Gabelung stehen gelbe Wanderwegschilder Richtung Gh Heinrichsberghof, Hamesberg und Kilb). Wir folgen der Straße bis wir außerhalb der Siedlung an einer Gabelung ankommen. Hier kann man problemlos das Auto parken. Zu Fuß geht man dann den rechten Weg wenn man gleich zur Alm gelangen will.









